Zwei Jahre Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock

Zwei Jahre Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock

Zwei Jahre „Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock“

Vor zwei Jahren, am 16.11.2018, wurde an der CJD Christophorusschule in einem feierlichen Rahmen mit zahlreichen geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Schule das „Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock“ als erstes Schülerforschungszentrum in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Inzwischen ist die Arbeit im dritten Schuljahr angelaufen und die Beteiligten blicken auf eine gute Entwicklung zurück.

In einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Christophorusschule und dem Institut für Zelltechnologie e.V. IZT wurde im Frühjahr 2018 die Gründung des ersten Schülerforschungszentrums in Mecklenburg-Vorpommern, das alle MINT-Fächer abdeckt, beschlossen. „MINT“ umfasst die Themengebiete der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Für die Christophorusschule wurde dabei der Schwerpunkt auf das interdisziplinäre und praktische Forschen aller MINT-Fächern ausgebaut und anfänglich ein besonderer Schwerpunkt in der Hochbegabtenförderung verstärkt. Das IZT, das bisher nur ein außerschulisches Lernlabor „Verborgene Welten“ außerhalb von Rostock führte, baute nun zusätzlich ein Schülerforschungszentrum direkt in der Stadt auf, um dort interessierte SchülerInnen bei ihren Forschungsprojekten zu betreuen. Schülerforschungszentren sind Ermöglichungsorte, in denen Forschung erlebbar gemacht wird und die SchülerInnen die Möglichkeit erhalten, selbstständig eigene Forschungsprojekte durchzuführen. Dabei werden sie fachkundig unterstützt, begleitet und können mit ihren Projekten an identitätsstiftenden Wettbewerben teilnehmen. Die SchülerInnen arbeiten selbstständig an Themen ihres Interesses, die vom Regelschulbetrieb nicht abgedeckt werden. Dabei lernen sie, dass der Unterrichtsstoff praktisch angewandt oft neue Bedeutung gewinnt. Die Bezeichnung „Mikro-MINT“ wurde gewählt, um das Thema dieses Schülerforschungszentrums zu verdeutlichen: Die MINT-Fächer werden hier erlebbar gemacht unter der Berücksichtigung von Bau und Programmierung von Geräten aus Mikrocontrollern, Mikrocomputern, Mikroskopen und Mikrosensoren. Durch die Verknüpfung mit digitalen Techniken werden die sonst verschlossenen Mikrowelten unserer Umwelt erforscht und beispielsweise aus der Beobachtung von Mikroorganismen, Insekten, Kristallen und Mikromineralien Einsichten gewonnen, die die Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaften bilden.

SchülerInnen, die eigene Forschungsprojekte durchführen wollten, konnten bisher nur zeitweise als Gäste in Firmen oder Forschungsinstituten arbeiten, wenn sie dort Mitarbeiter gefunden haben, die sie in ihrem Labor betreuten. Ein Schülerforschungszentrum ermöglicht es den SchülerInnen, in einem nur für sie mit Forschungsgeräten gut ausgestatteten Labor das ganze Schuljahr über neben dem Unterricht an selbstgewählten Projekten zu arbeiten. Das Mikro-MINT-Team aus drei Wissenschaftlern ist täglich vor Ort und begleitet die jungen ForscherInnen bei der Durchführung ihrer Projekte.


Arbeiten am Mikrocontroller Arduino

Heute ist erkennbar, dass die Entwicklung gut vorangeschritten ist. Die Ausstattung des Labors mit Forschungsgeräten des IZT wurde durch Gerätespenden aus Firmen und Instituten erweitert, so dass die SchülerInnen in einer kompletten naturwissenschaftlichen Laborumgebung arbeiten können. Durch eine Förderung vom Staatlichen Schulamt Rostock wurde die Betreuung MINT-interessierter Schülerinnen des Gymnasiums Reutershagen ermöglicht. Am 23. Oktober erhielt die Christophorusschule von Innenminister Lorenz Caffier einen Fördermittelbescheid über 60 000,-€ für das Schülerforschungszentrum überreicht. Und seit August 2020 fördert das Bildungsministerium das dreijährige Projekt „Errichtung eines MINT-Schülerforschungs-Netzwerks“. Durch eine Verstärkung der Personalmittel kann nun nicht nur die Arbeit auf die Schulen in der Stadt ausweitet werden, sondern das Schülerforschungszentrum erhält dadurch eine mittelfristige Planungssicherheit.

Unser Ziel ist die Vermittlung von Wissen und Bildung durch forschendes Lernen nach dem Motto:
Creating tools and applying them to reveal the mysteries of nature

Damit meinen wir, dass wir in unseren Schüler-Kursen und Projekten den Einsatz oder den Selbstbau von schülergerechten digitalen Geräten und Werkzeugen vermitteln, die dann zur Erforschung unserer Umwelt eingesetzt werden und Einblicke in die Natur erlauben. In allen Projekten werden digitale Kenntnisse erworben und die Verknüpfung der verschiedenen MINT-Fächer von Chemie und Biologie bis zur Programmierung des 3D-Druckers zur Problemlösung erlebt. In einem Projekt, das aus dem Perlenfonds der Joachim-Herz-Stiftung gefördert wird, wird anhand von Videofilmen der Einfluss von Mikroplastik auf das Verhalten von Süßwasser-Organismen untersucht. Andere Schüler untersuchen an den Bienenvölkern der Schule mit Mikrosensoren und Mini-Kameras das Leben im Bienenstock. Die Gruppe Digitale Fotografie erstellt Bilddatenbanken der Insektenvielfalt und der Tümpelorganismen in schulnahen Biotopen. Eine Gruppe, die eine computergesteuerte Pflanzenwand zur Verbesserung des Raumklimas in Schulräumen entwickelt hat, erzielte damit einen ersten Preis beim Jugend-forscht-Landeswettbewerb 2020. Die Ostsee-Sparkasse mit ihrer OSPA-Stifzng förder die Heranführung vor allem der Schülerinnen der unteren Klassen an das Programmieren mit schülergerechten Gerätesätzen.

Schon längst werden SchülerInnen aus mehreren Schulen betreut und das Team beschränkt sich keineswegs auf hochbegabte, vielmehr allgemein auf MINT-interessierte SchülerInnen. Der Erfolg der Arbeit lässt sich auch an den Preisen ablesen, die im Zentrum betreute SchülerInnen für ihre Projekte erhalten haben. Beim 30. Landeswettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren Mecklenburg-Vorpommern 2020 wurden fünf unserer Projekte ausgezeichnet und beim 18. Schülerprojektwettbewerb des Staatlichen Amts für Umwelt und Natur (STAUN) „Schüler staunen … 2018-2020“ waren es ebenfalls fünf Umweltprojekte. Die PreisträgerInnen kamen aus vier verschiedenen Schulen.

Mikro-MINT Schüler und Betreuer bei der Preisverleihung des Umwelt-Schülerforschungs-Wettbewerbs „Schüler staunen 2018-2020“

Preisverleihung im 18. Schülerprojektwettbewerb „Schüler Staunen …“ 2018-2020
Preisverleihung im 30. Landeswettbewerb Jugend forscht 2020 Mecklenburg-Vorpommern

Das Bildungsministerium stellt in seinem Bewilligungsschreiben vom August 2020 fest, dass „die seitens des IZT angestrebte Schaffung eines den curricularen Vorgaben entsprechenden, vielfältigen Unterrichtsangebots zur Stärkung der MINT-Bildung und damit zur Sicherung des dringend erforderlichen Fachkräftenachwuchses im besonderen Interesse des Lands liegt und daher..…..unterstützt wird.“ Und Minister Lorenz Caffier sagte bei der Übergabe des Fördermittelbescheids aus dem Strategiefonds am 23. 10. 2020, dass man sich über Vieles vortrefflich streiten könne, nicht aber über die Existenz des Schülerforschungszentrums.

Bei der Eröffnung vor zwei Jahren hatte der stellvertretende Schulleiter Joachim Hesse gesagt „Wir haben viel Hoffnung, dass sich aus diesem kleinen Raum ein richtiges Schülerforschungszentrum für die ganze Stadt entwickeln kann.“ Heute ist das Mikro-MINT auf dem besten Weg diese Erwartung zu erfüllen.

Kontakt:
Thomas Borowitz, Lisa-Madeleine Sklarz M.Sc. und Prof. Dieter G. Weiss
Institut für Zelltechnologie e.V. IZT und
Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock
info@sfz-rostock.de

weitere Infos:
CJD Seite zur Eröffnung des Mikro-MINT: Schülerforschungszentrums 2018

16.11.2020

Förderung der OSPA-Stiftung für digitale Umweltprojekte

Förderung der OSPA-Stiftung für digitale Umweltprojekte

Förderung der OSPA-Stiftung für digitale Umweltprojekte

Die SchülerInnen der Klassen 5-7 können jetzt im Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock mit verschiedenen Bausätzen von Computer-Basis-Kits eigene Mess-Stationen programmieren und Umwelt-Forschungsprojekte starten. Wir möchten damit vor allem Mädchen motivieren, digitale Messgeräte zu bauen und zu programmieren, mit denen sie Zuhause die Klimawerte in Haus und Garten oder die Wasserqualität im Gartenteich bestimmen und überwachen können. Auch wenn solche Geräte zum Teil im Handel erhältlich sind, wollen wir den Kindern die Erkenntnis vermitteln, dass Jeder und Jede solche Messgeräte mit Mikrocontrollern und Mikrosensoren aus Teilen, die nur ein paar Euro kosten, selber bauen und programmieren kann. Wir zeigen ihnen, wie sie mit einer einfachen Begleitung die Schwelle zur eigenen Arbeit mit Programmierplattformen überwinden können. Damit ermöglichen wir den Kindern nicht nur den Einstieg in die digitale Welt, sondern regen sie gleichzeitig dazu an, aktiv ihre Umwelt zu erforschen.
Das Institut für Zelltechnologie e.V. IZT als Träger des Mikro-MINT Schülerforschungszentrums dankt der OSPA-Stiftung für die großzügige Spende.
Lisa-Madeleine Sklarz M.Sc., Projektkoordinatorin des MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes im Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum:“ Die Geräte werden vor allem eingesetzt, um jüngeren Schülerinnen zu helfen, die mögliche Schwelle zum eigenen Programmieren zu überspringen und aus ihnen nicht nur Anwender, sondern Entwickler zu machen.“

Kontakt
Lisa-Madeleine Sklarz M.Sc.

30.10.2020

60.000 Euro Förderung für das Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock

60.000 Euro Förderung für das Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock

Minister Lorenz Caffier übergibt Fördermittelbescheid an die CJD Christophorusschule

Am Freitag dem 23.10.2020 erhielt der Schulleiter Steffen Kästner der CJD Christophorusschule vom Innenminister Lorenz Caffier den Fördermittelbescheid aus dem Strategiefonds in Höhe von 60.000€. Dieser Bescheid wurde für das Programm der Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) durch das Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock bewilligt. Schülerforschungszentren sind „Ermöglichungsorte“ für SchülerInnen an denen sie ihre Ideen realisieren und ihre Forscherinteressen ausleben können. Dabei können sie unter fachkundiger Betreuung eigene Forschungsprojekte durchführen und, wenn sie wollen, damit an Forschungswettbewerben teilnehmen.
Preisverleihung im 18. Schülerprojektwettbewerb „Schüler Staunen …“ 2018-2020
Preisverleihung im 30. Landeswettbewerb Jugend forscht 2020 Mecklenburg-Vorpommern

Neben Minister Lorenz Caffier wurden Gäste wie Daniel Peters (Mitglied des Landtages M.-V.), Uwe Flachsmeyer (Fraktionsvorsitzender der Rostocker Bürgerschaft der GRÜNEN Fraktion), Cornelia Hennek (Verbundleiterin des CJD Nord) und Kay Czerwinski (Vorstand Landeselternrat M.-V.) im Schülerforschungszentrum begrüßt.


Dr. Regine Schütt begrüßt Minister Lorenz Caffier und betont die Bedeutung des Mikro-MINT Schülerforschungszentrums Rostock.

Von links: Minister Lorenz Caffier, Steffen Kästner Schulleiter der CJD Christophorusschule Rostock, Daniel Peters Mitglied des Landtags M.-V., Frau Berndt Gymnasium Reutershagen, Dr. Regine Schütt Betreuerin des Hochbegabtenzweigs der CJD Christophorusschule, Dr. Frank Stüpmann Geschäftsführer Forschungsverbund M.-V. e.V., August Botezatu Schüler 11. Kl., Prof. Dieter G. Weiss, Institut für Zelltechnologie e.V. IZT, Josua Zehner Schüler 11.Kl.

Dabei betonte Dr. Regine Schütt, Koordinatorin des Hochbegabtenzweigs der CJD Christophorusschule, die Bedeutung des seit zwei Jahren bestehenden Mikro-MINT: Schülerforschungszentrums für MINT-Interessierte SchülerInnen, für die Betreuung von SchülerInnen in Forschungswettbewerben und für die Hochbegabtenförderung. Prof. Dieter G. Weiss begann seine Grußworte mit dem Ausdruck der Dankbarkeit für die Zusammenarbeit der CJD Christophorusschule, des Gymnasiums Reutershagen und des Staatlichen Schulamtes Rostock mit dem von ihm geleiteten Verein „Institut für Zelltechnologie e.V. IZT“. Nur durch diese Kooperation und das Engagement aller Beteiligten konnte dieser „Ermöglichungsort“ für naturwissenschaftlich-technisch interessierte SchülerInnen realisiert werden. Als Projekt zur Hochbegabtenförderung von den zwei Schulen begonnen, werden heute vor allem hochinteressierte SchülerInnen betreut und die Preise für SchülerInnen aus vier verschiedenen Schulen zeigen, dass das Zentrum zwar an der CJD Christophorusschule angesiedelt ist, aber von Beginn an durchaus auch SchülerInnen anderer Schulen gefördert hat. Durch eine zusätzliche Förderung aus dem Bildungsministerium M.-V., wird das Programm zurzeit weiteren Schulen in Rostock angeboten.

 
Schüler stellen ihr für Jugend forscht vorbereitetes Projekt einer digitalen Mikroskop-Steuerung vor.
Von links: Josua Zehner, Schüler 11.Kl., Prof. Dieter G. Weiss, Innenminister Lorenz Caffier, August Botezatu, Schüler 11. Kl., Uwe Flachsmeyer Bürgerschaft Rostock, Fraktionsvorsitzender Die Grünen.

Die Präsentation eines Jugend-forscht Schüler-Projektes und Vorführungen an verschiedenen experimentellen Arbeitsplätzen durch die MitarbeiterInnen Thomas Borowitz und Lisa-Madeleine Sklarz boten einen Einblick in die angebotenen Themenfelder. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass die Projekte interdisziplinär unter Einbeziehung aller MINT-Fächer und in Anlehnung an dieRahmenpläne konzipiert und dabei stets aktuelle Aspekte wie Digitalisierung, Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit einbezogen werden. Diese finanzielle Zuwendung wird dazu beitragen, den SchülerInnen die Arbeit im Schülerforschungszentrum weiterhin zu ermöglichen.

Daniel Peters MdL im Gespräch mit Prof. Dieter G. Weiss. Siehe dazu auch das Video zur Veranstaltung:

24.10.2020

Bildungsministerium M.-V. fördert das Institut für Zelltechnologie e.V. IZT für die Errichtung eines „MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes“

Bildungsministerium M.-V. fördert das Institut für Zelltechnologie e.V. IZT für die Errichtung eines „MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes“

Bildungsministerium M.-V. fördert das Institut für Zelltechnologie e.V. IZT für die Errichtung eines „MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes“

Unser Angebot zur Nachwuchssicherung für Berufe mit den Schwerpunkten Technik-, Informatik- und Naturwissenschaften, soll durch eine neue Förderung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgebaut und die MINT-Bildung der SchülerInnen durch die Errichtung eines MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes auf zusätzliche Schulen erweitert werden.

Ausgangspunkt des „MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes“ ist das „Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock“, in dem bereits seit über zwei Jahren SchülerInnen Einblicke in die naturwissenschaftlich-technischen Forschungsprozesse erhalten. „MINT“ umfasst die Themengebiete der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Schülerforschungszentren sind Ermöglichungsorte, in denen Forschung erlebbar gemacht wird und die SchülerInnen die Möglichkeit erhalten selbstständig eigene Forschungsprojekte durchzuführen. Dabei vermitteln die Forschungsprojekte nicht nur Kenntnisse und Techniken aus den MINT-Fächern, sondern die SchülerInnen nutzen diese, um praktische und interdisziplinäre Themen zu aktuellen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen zu bearbeiten.

Die SchülerInnen arbeiten an Projekten ihres Interesses, die vom Regelschulbetrieb nicht abgedeckt werden. Dabei werden sie fachkundig unterstützt, begleitet und können mit ihren Projekten an Wettbewerben teilnehmen. Dennoch lernen sie, dass der Unterrichtsstoff praktisch angewandt und in anderem Zusammenhang oft neue Bedeutung gewinnt.

Das „Mikro-MINT: Schülerforschungszentrums Rostock“ entstand durch die Kooperation des Instituts für Zelltechnologie e.V. IZT und der CJD Christophorusschule Rostock mit Unterstützung durch das staatliche Schulamt Rostock. Die Bereitstellung der Geräte durch das Institut für Zelltechnologie e.V. IZT ermöglicht es den jungen ForscherInnen in einem voll digitalisierten Umfeld und in einem realen Forschungslabor mit Forschungsmikroskopen, Mikrocontrollern, Kamerastationen und vielen weiteren modernen Geräten im „Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock“ in der CJD Christophorus­schule zu arbeiten. Zur Nutzung von Synergien haben wir Kooperationen mit einzelnen Schulen und verschiedenen außerschulischen Lernorten aufgebaut, die wir jetzt erweitern können.

Die von uns betreuten und mitbetreuten Schülerinnen konnten allein in diesem Jahr vor allem mit Ihren Umwelt-Projekten zahlreiche Preise in Schülerforschungs-Wettbewerben gewinnen. Diese Synergien wollen wir nun mit der Errichtung des MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes durch Einbeziehung weiterer Schulen, Schülerforschungslaboren und Forschungsinstituten ausbauen, um sowohl mehr SchülerInnen optimal fördern als auch mehr Themen- und Interessengebiete anbieten zu können. Wir bedanken uns beim Bildungs-Ministerium für die Verstärkung unserer MINT-Arbeit durch eine vorerst dreijährige Förderung unseres Teams.

Zur Webseite des MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes

Zur Webseite des Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock

03.09.2020

Preisträger im 18. Schülerlandeswettbewerb „Schüler staunen …“ 2018-2020 des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, StALU MM

Preisträger im 18. Schülerlandeswettbewerb „Schüler staunen …“ 2018-2020 des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, StALU MM

Preisträger im 18. Schülerlandeswettbewerb „Schüler staunen …“ 2018-2020 des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, StALU MM

Schirmherr des Wettbewerbs ist der Minister für Landwirtschaft und Umwelt M.-V., Dr. Till Backhaus.

Nachdem am 15. Juni die abschließende Fachjury getagt hat, wurden von den 36 eingereichten Arbeiten die Projekte der folgenden vom Mikro-MINT: Schülerforschungs­zentrum Rostock betreuten oder mitbetreuten Schülerinnen und Schüler mit Preisen ausgezeichnet:

Arnd Blaschke, Klasse 6 des Gymnasiums Reutershagen erhielt für seine Teilnahme am Wettbewerb mit der Projektarbeit „Ohne Moos nix los“ einen Hauptpreis des IfAÖ Institut für Angewandte Ökosystemforschung GmbH. In diesem Forschungsprojekt beschäftigte sich der Schüler mit den faszinierenden und an extrem-Bedingungen angepassten Bärtierchen, die vornehmlich bei uns im Moos vorzufinden sind. Er züchtete die Bärtierchen aus verschiedenen Moosproben an und erforschte ihre Angepasstheit an Extrembedingungen, wie Trockenheit. Dabei faszinierten diese kleinen Mehrzeller nicht nur mit ihren „niedlichen“ Erscheinungsformen, sondern stellten sich mit ihrer Anpassung als absolute Überlebens­künstler heraus. Das Projekt wurde gemeinsam von Frau Kirsten Mantau vom Gymnasium Reutershagen und von Lisa-Madeleine Sklarz (M.Sc.) vom Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock in der CJD-Christophorusschule betreut.

Dascha Dobrozki, Klasse 10 des Erasmus Gymnasiums Rostock erhielt für ihre Teilnahme am Wettbewerb mit der Projektarbeit „Pantoffel­tierchen: Plastikver­nichter oder Plastikfresser?!“ einen Hauptpreis der Nordwasser GmbH. In diesem Projekt erforschte die Schülerin nicht die sonst häufig diskutierte Frage der Auswirkung von „Mikroplastik“ auf Meeressäuger, sondern untersuchte den Einfluss auf die Mikroorganismen, speziell Pantoffeltierchen, und wie diese Mikroplastik aufnehmen und ob es auf sie schädlich wirkt. Das Projekt wurde während eines Schülerpraktikums am Institut für Zelltechnologie e.V. IZT im Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock in der CJD-Christophorusschule durchgeführt und von Prof. Dieter G. Weiss, Lisa-Madeleine Sklarz (M.Sc.) und Thomas Borowitz betreut.

Luise Koball, Klasse 7 des Gymnasiums Rostock Reutershagen erhielt für ihre Teilnahme am Wettbewerb mit der Projektarbeit „Glückstreffer Bernstein“ einen Preis des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklen­burg (StALU MM). Die Schülerin widmete sich in ihrem Forschungsprojekt der statistischen Wahrscheinlichkeit Bernsteine an der Ostsee zu finden und sie als solche mit verschiedenen Testverfahren zu identifizieren. Des Weiteren beschäftigte sie sich mit den verschiedenen Farbnuancen und der Wahrscheinlichkeit die sehr seltenen Insekten- oder Pflanzeneinschlüsse in den Bernsteinen zu finden. Das Projekt wurde gemeinsam von Frau Kirsten Mantau vom Gymnasium Reutershagen, Lisa-Madeleine Sklarz (M.Sc.) und Thomas Borowitz im Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock in der CJD-Christophorusschule betreut.

Kilian Kollrep, Klasse 8 der CJD Christophorusschule Rostock erhielt für seine Teilnahme am Wettbewerb mit der Projektarbeit „Insektenvielfalt mit Fahrrad und Smartphone erforscht“ einen Sonderpreis der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung ANU e.V. Unser Insektenfreund und -forscher hat sich in seinem Projekt und seiner Freizeit dem Aufkommen und der Vielfalt von vornehmlich in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, vorkommenden Insekten gewidmet. Dazu hat er über 1000 Insekten in sehr schönen Fotos dokumentiert, die Arten bestimmt, kartiert und katalogisiert. Das Projekt wurde von Prof. Dieter G. Weiss in der Arbeitsgruppe Artenvielfalt des Mikro-MINT: Schülerforschungszentrums Rostock in der CJD-Christophorusschule betreut.

Isabel Zerfowski, Klasse 10, Gymnasium Rotsock Reutershagen, Liam Hartmann und Oscar Manolo Yucra Klasse 11, Jenaplanschule Rostock erhielten für ihre Teilnahme am Wettbewerb mit der Projektarbeit „Neozoen in der Warnow“ einen Hauptpreis der Nordwasser GmbH. In diesem gemeinschaftlichen Forschungsprojekt wurde untersucht, ob in unserer Warnow „nicht-einheimische“ Tiere, besonders Muschelarten neu auftreten. Das Projekt wurde gemeinsam von Herrn Peter Schmedemann vom Bilse-Institut und Frau Lisa Schüler vom Institut für Angewandte Ökologie IfaÖ betreut. Die mikroskopischen Arbeiten wurden im Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock in der CJD-Christophorusschule durchgeführt.

Die Auszeichnungsveranstaltung wird coronabedingt erst am 30. September 2020 im Rathaus stattfinden, die Einladung dazu erfolgt im neuen Schuljahr.

Zur Webseite vom StALU MM. Schüler Staunen Wettbewerb 2018-2020

Zu: Das Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock beim 30. Landeswettbewerb Jugend forscht 2020 Mecklenburg-Vorpommern

07.07.2020