Wer wir sind

 

Das Institut für Zelltechnologie ist ein eingetragener Verein, der sich als Vermittler zwischen Mensch und Umwelt versteht. Wir führen Natur- und Umweltbildungsprojekte durch, engagieren uns für Jugendforschung und wollen mit Angeboten zum Mitmachen die Themen Umweltbildung und Nachhaltigkeit einer großen Masse näher bringen.

Die Gründung des IZT erfolgte durch Mitarbeitende der Universität Rostock im Jahr 1996 als Ausgründung des Lehrstuhls für Tierphysiologie. Anfangs widmeten wir uns der Forschung in Verbundprojekten mit der Hochschule. Die Forschungsgebiete umfassten die Umwelttoxikologie mit den Methoden der Zellbiologie, Biophysik, Biochemie und Mikroskopie. Die Forschungsthemen wurden nach gesellschaftlicher Relevanz ausgewählt und berührten von Anfang an Umweltfragen: Welche Auswirkungen haben Chemikalien und Arzneimittel auf gesunde Zellen? Welche Zellkultur-Technologien bieten Ersatz für Tierversuche? Wie wirken Asbest, UV-Strahlung, Mikroplastik und Umweltschadstoffe auf die lebende Zelle? Ein primäres Anliegen war zudem die Entwicklung und Verbreitung zelltechnologischer Verfahren und Methoden.

2017 wurde der Schwerpunkt auf Natur- und Umweltbildungsprojekte sowie Jugendarbeit verlagert. Heute bieten wir praxisnahe Bildungsangebote in digitalisierter Arbeitsumgebung, die Spaß machen, den Forschergeist wecken und aktuellen Anforderungen gerecht werden.

Unsere Ziele

 

Die Umwelt erlebbar machen. Neue Perspektiven eröffnen.

 

Unter diesem Motto bildet das Institut für Zelltechnologie verschiedene Umweltbildungsprojekte für Interessierte aller Altersstufen an.

Durch die Entwicklung und Nutzung von Technologien wollen wir Menschen dazu motivieren, ihre Umwelt besser zu verstehen und ihnen Nachhaltigkeit begreifbar mache. Die Beschäftigung mit mikroskopisch kleinen Materialien, Organismen und Prozessen im Wasser, im Boden und in der Luft schafft ein tieferes Verständnis unserer (Um)Welt. Geeignete Werkzeuge einsetzen, um sie zu erforschen, zu erleben und zu verstehen, ist Ziel und zugleich Voraussetzung für ein von Wissen getragenes, nachhaltigeres Wirtschaften.

In Forschung und Bildung machen wir Partnern, Lernenden und Lehrenden interdisziplinäre Angebote. Ständig erweitern und verfeinern wir Themen, Methoden und Geräte rund um Naturwissenschaften und Technik. Dafür nutzen wir Mikrocontroller und -sensoren, Mikroskopie, Messgeräte, Fotografie und Bildverarbeitung, Datenerfassung und -auswertung. Alle Leistungen dienen dem tieferen Verständnis unserer Welt.

 

 

Unsere technische Ausstattung – Das voll digitalisierte Klassenzimmer

 

Um den digitalen Wandel zu meistern, werden in Zukunft Fachkräfte mit ausgeprägter MINT-Kompetenz benötigt. Wir ermöglichen jungen Forscher*innen die Arbeit in einem voll digitalisierten Umfeld mit professioneller Ausstattung wie Forschungsmikroskopen, Kamerastationen, Mikrocontrollern, Rechnerstationen und anderen Geräten für die naturwissenschaftliche Forschung.

Bei Projekten zur digitalen Fotografie werden Smartphones, Mikroskope, Bildstapelverarbeitung und Stereo-Bilder genutzt sowie der Umgang mit sozialen Medien geschult. So führen wir Teilnehmende an die Beschäftigung mit Natur, Artenvielfalt und Maßnahmen zu ihrem Schutz heran.

Unser Doku-Zentrum

Projekt zur Geschichte der Mikroskopie

An der Universität Rostock wurde im Rahmen des Projektes „Transformation wissenschaftlichen Wissens in den Lebenswissenschaften: Zellbiologie und Morphologie im Wandel“ (gefördert durch Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern 2012-2014) ein Dokumentations-Zentrum mit den Dokumenten zur Geschichte der Mikroskopie und anderer bildgebender Verfahren der Biologie (BioImaging) etabliert. Das Institut für zelltechnologie e.V. ist Partner in diesem Projekt und stellt seine Unterlagen der universität zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung.
Die bisher vorhandenen mehrsprachigen Materialien wurden zusammengetragen im vorhergehenden Projekt Landes-Exzellenz-Förderprogramm Mecklenburg-Vorpommern 2009-2011 (Transformation des naturwissenschaftlichen Wissens: Zellbiologie und Mikroskopie).
Die aktuelle Bearbeitung baut auf Vorgängerprojekten auf und soll die Dokumente allen Besuchern vor Ort zugänglich machen. Die Projektleiter sind Priv. Doz. Dr. S. Kuznetsov und Prof. D. G. Weiss. Mitarbeiter sind Thomas Hübner (Ingenieur für Medien- und Informationstechnik) und Thomas Borowitz (Medizin-/Biologie-Dokumentar).

Das Dokumentationszentrum umfasst:

1. Archivmaterial

• ca. 15.000 digitale Bilder von Mikroskopen und Zubehör aller Hersteller von 1900 bis heute, eigene und autorisierte Bilder aus anderen Mikroskopsammlungen
• ca. 1.100 Bilder von Mikroorganismen und Zellen aus verschiedenen Forschungs-Projekten
• ca. 1.700 Gebrauchsanleitungen, Preislisten und Broschüren der Hersteller in deutscher, zum Teil auch in englischer, französischer, russischer oder spanischer Sprache, weitgehend in digitalisierter Form
• Handbibliothek mit über 300 Büchern zur Mikroskopie und mikroskopischen Objekten; 170 Titel Bestimmungskarten
• ca. 800 Stunden digitalisierte Video- und Filmsequenzen und den Jahren 1960 bis heute, 1/3 davon aus dem Mikroskopie-Zentrum der Universität Rostock und 1/3 mit Forschungsergebnissen, die gemeinsam mit Prof. Allen in Woods Hole USA gewonnen wurden
• ca. 50 Stunden Tondokumente mit Interviews und Vorträgen von Zeitzeugen, z.B. Vorträge im Mikroskopie-Kurs in Woods Hole Massachusetts von 1988, Vorträge von Robert Allen, Shinja Inoue und anderen namhaften Fachleuten aus der frühen Zeit der digitalen Mikroskopie, sowie Kongressbeiträge und Rundfunkmitschnitte
• Unterlagen zu den bahnbrechenden Arbeiten von Prof. Josef Spek, Universität Heidelberg und später Direktor des Zoologischen Instituts der Universität Rostock, über seine Versuche zu Lebendzell-Färbungen (pH-Farbstoffe, Lipidmarker u.a.) sowie seine über 200 Original-Farbstoffe aus der Zeit von 1920 bis 1950

2. Zwei Computerarbeitsplätze

Diese Computer wurden als Terminalstationen für die Gäste des Dokumentationszentrums zur Durchführung ihrer Vor-Ort-Recherchen eingerichtet.

3. Digitalisierungsstationen für Videobänder, Audio-Medien und Printmedien

Es werden verschiedene Abspielgeräte für die aktuellen und inzwischen historischen analogen Bild und Video-Speichertechnologien bereit gehalten (Tonbandgeräte, Digitizer, Archivierungssoftware, verschiedene ältere Videoformate wie U-matic u.a, jeweils für die europäischen Standards (PAL, SECAM) und die der USA (NTSC), zusammen 12 Geräte).

Unsere Kompetenzen

 

Umweltbildung als Grundlage nachhaltigen Wirtschaftens

Umweltbildung, die Ökologie, Umwelt und Natur umfasst, ist eine der Säulen des verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Zur umfassenden Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, die noch weitere Dimensionen wie Soziales, Ökonomie und Politik integriert, wollen wir mit einer grundlegenden Umweltbildung beitragen, die auf selbst erarbeitetem Wissen beruht, das durch lebendiges Entdecken, Erleben und Erlernen erworben wurde. Ein tieferes Verständnis von Natur und Umwelt setzt Kenntnisse in den Naturwissenschaften und aktuellen digitalen Techniken zu ihrer Erforschung voraus, die wir im Forschungslabor praxisnah vermitteln.

 

Interdisziplinäre MINT-Bildung als Basis-Know-how

Von der Artenkenntnis bis zum Gerätebau: Know-how in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik schafft die Voraussetzung für wissensbasiertes Handeln und nachhaltiges Denken und Wirtschaften. Wir befähigen Menschen zum Experimentieren, damit sie sich selbstständig Umweltbildung aneignen und sich mit eigener Forschung an der wachsenden Citizen-Science-Bewegung beteiligen können. Mit der Einrichtung des MINT-Schülerlabors, des Mikro-MINT: Schülerforschungszentrums und des regionalen MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes wollen wir frühzeitig die Begeisterung für die MINT-Fächer wecken. Zugleich sind wir Bestandteil der Maker-und Do-it-yourself-Bewegung sowie Unterstützer der Repair-Szene. So tragen wir zur Nachwuchssicherung in der MINT-Branche der regionalen Wirtschaft bei.

 

Bisherige Forschungen

Seit 1996 hat das Institut für Zelltechnologie diverse Forschungsprojekte durchgeführt und so seine Kompetenzen in den Kenntnissen, die das Institut vermitteln will, gestärkt. Eine Liste bisheriger Forschungsthemen und Publikationen finden Sie hier:

 

Projekte
Projekte
  • Isotrope und anisotrope Oberflächen für die molekulare Krafterzeugung (Nano-Aktorik)
  • In-Vitro-Verfahren zur Erfassung des gentoxischen Potentials von Chemikalien
  • Wirkmechanismen von elektromagnetischen Feldern auf zellulärer Ebene zur Bewertung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV)
  • Etablierung einer Forschungs- und Technologietransferstelle
    Zelltechnologie in den Räumen des IZT e.V.
  • Messbarkeit des kanzerogen Potentials von Deponiegasen in vitro
    Entwicklung neuer molekulargenetischer Analyseverfahren zur Ermittlung von Mutationsspektren in humanen Tumoren
  • Entwicklung von Neurochip-Sensoren
    Mikrosensor-System zur Bestimmung des Kontaminationsgrades von Oberflächen mit Bakterien
  • Interaktive therapeutische Systeme in Silizium-Technologie auf der Basis der pH-Homöostase (pH-Messung an Zellen)
  • Untersuchungen zur Expression von Transkriptionsfaktoren nach Exposition von RF-EMF auf zelluläre Systeme
  • Zelluläre Wirkmechanismen niederfrequenter elektromagnetischer Felder in primären Makrophagen
  • Untersuchungen zu Wirkmechanismen an Zellen unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunktechnologie
  • Untersuchungen zu den Mechanismen für die biologischen Wirkungen niederfrequenter Magnetfelder auf das genetische Material und die Signaltransduktion
  • Evaluation von technischen und biologischen Effekten bei der Qualifikation von Zell-Silizium-Hybridsystemen
  • Mechanismen der zellspezifischen Aktivierung durch exogene Induktoren
  • Projekte im Rahmen des Programms „Studium Optimum“ zur Verbesserung der Lehre (Tutorien zur Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie)
  • Schülerprojekt Mikrowelten: Lebensweise der Gewässer-Mikroorganismen
Projektdurchführung und Projektleitung
  • Prof. Dieter G. Weiss
  • Prof. Dietmar Schiffmann
  • PD Dr. Myrtill Simkó
  • Prof. Bernhard Wolf
  • Dr. Ralf Ehret
  • Dr. Margareta Lantow
Förderer der Projekte
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, Projektträger VDI/VDE
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, Projektträger Jülich PTJ
  • Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern
  • Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern
  • Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter
  • Universität Rostock
  • RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V. / SCHULE plus
Partner-Hochschulen und Partner-Firmen
  • Abt. Tierphysiologie, Inst. Für Biowissenschaften, Universität Rostock
  • Abt. Biophysik, Inst. Für Biowissenschaften, Universität Rostock
  • Universität Örebro, Schweden
    ARGE Biopuster, Wien
  • Fa. Testo, Baden Baden
  • Fa. Micronas Intermetall, Freiburg Brsg.
  • Fa. NeuroProof, Rostock
  • Fa. HaSoTec, Rostock
  • Fa. Eppendorf, Hamburg

Unsere Bildungsangebote

 

Das Institut für Zelltechnologie möchte Umweltverständnis und Nachhaltigkeit an alle Interessierten jeden Alters vermitteln. Hierzu haben wir verschiedene Bildungsangebote entwickelt, die wir teilweise seit vielen Jahren erfolgreich durchführen. Entdecken Sie hier unsere Angebote und schreiben Sie uns, falls Sie Fragen oder Anregungen haben!

Außerschulischer Lernort – Das Schülerlabor „Verborgene Welten“

 

Im Schülerlabor „Verborgene Welten“ werden Schüler*innen in Tageskursen und Freiland-Exkursionen mit digitalen, wissenschaftlichen Arbeitsmethoden in die verborgenen Welten des Mikrokosmos eingeführt. Als Mitglied der Gruppe der Schülerlabore an der Universität Rostock stellt das IZT als außerschulischer Lernort seine Geräte und sein Knowhow für Schüler*innen und Studierende für das Lehramt zur Verfügung.

Außerschulischer Lernort – Das Schülerlabor „Verborgene Welten“

 

Im Schülerlabor „Verborgene Welten“ werden Schüler*innen in Tageskursen und Freiland-Exkursionen mit digitalen, wissenschaftlichen Arbeitsmethoden in die verborgenen Welten des Mikrokosmos eingeführt. Als Mitglied der Gruppe der Schülerlabore an der Universität Rostock stellt das IZT als außerschulischer Lernort seine Geräte und sein Knowhow für Schüler*innen und Studierende für das Lehramt zur Verfügung.

Was noch?

Angebote und Schnuppertage für Grundschulen und Kitas

Für Kita-Kinder und Grundschüler bieten wir verschiedene Angebote und Schnuppertage an.

Bitte sprechen Sie uns einfach an: info@institut-zelltechnologie.de

Fotografie- und Mikroskopierclub „Die Durchblicker“

 

Unser Fotografie- und Mikroskopierclub ist für alle Interessierten offen. Mit professioneller Technik und Beratung ist es hier möglich, Organismen und Strukturen in selbst mitgebrachten sowie bereits vorhandenen Proben zu untersuchen. Die untersuchten mikroskopischen Bestandteile, Organismen und Prozesse im Wasser, im Boden und in der Luft können mit dem Smartphone und anderen Kameras fotografiert werden, um die Kunstformen der Natur festzuhalten.  Durch eine Einführung in die Techniken der Mikroskopie und die Beschäftigung mit interessanten Objekten gewinnen Interessierte hier nicht nur ein unterhaltsames Hobby, sondern erreichen zugleich ein tieferes Verständnis unserer Umwelt.

Themenvorschläge für Vorträge und Arbeitsabende

Grundlagen und Physik

• Wir zerlegen ein Mikroskop
• Wir bauen ein Mikroskop mit Spezialeffekten
• Mikroskopierkurse für die Anfänger

Biologie

• Sammelausflüge zu Bächen und Tümpeln
• Objekte aus Haus und Garten
• Schmuckalgen – Algenschmuck
• Was wächst im Rostocker Hafen (Schiffswand und Kaimauer)
• Magnetbakterien – ein biologischer Kompass

Informatik

• Das Mikroskop an meinem Computer
• Bildstapel-Verarbeitung und 3D-Bilder
• Bildverarbeitung sprengt die physikalische Auflösungsgrenze
• Videomikroskopie

Technik

• 3D-Bilder und Videos selber machen
• Das Video: Kleinlebewesen in meinem Gartenteich
• Das Reich der 100 Mikroskope
• Carl Zeiss und Friedrich Nobert – Konkurrenten vor 150 Jahren

Chemie

• MikroMineralien und Goldstaub
• Kristallwachstum erleben
• Kristalle als Modelle für Schmuck
• Mineralien: Fluoreszenz und Polarisation

Medizin

• Fahrt durch Zellen und Gewebe
• Unsere Mundschleimhaut- und Blutzellen

 

weitere Themenvorschläge schicken Sie gern an: info@institut-zelltechnologie.de

Citizen Science – Wissenschaft mit Bürgerbeteiligung

 

Citizen Science versteht sich als Wissenschaft mit Bürgerbeteiligung. Interessierte können unter vorheriger Einarbeitung und Anleitung selber Proben nehmen, Untersuchungen durchführen, Ergebnisse austauschen und tragen somit dazu bei, die Forschung zu umweltrelevanten Themen voranzutreiben. 

zur Website Bürger schaffen Wissen

Citizen Science – Wissenschaft mit Bürgerbeteiligung

 

Citizen Science versteht sich als Wissenschaft mit Bürgerbeteiligung. Interessierte können unter vorheriger Einarbeitung und Anleitung selber Proben nehmen, Untersuchungen durchführen, Ergebnisse austauschen und tragen somit dazu bei, die Forschung zu umweltrelevanten Themen voranzutreiben. 

zur Website Bürger schaffen Wissen

Die 10 Prinzipien von Citizen Science

1. Citizen Science Projekte binden Bürgerinnen und Bürger aktiv in wissenschaftliche Unternehmungen ein, die zu neuem Wissen und Verstehen führen. Bürgerinnen und Bürger können dabei als Beitragende, Mitarbeitende, Projektleitdene oder in anderen relevaten Rollen agieren.

2. Citizen Science Projekte führen zu echten wissenschaftlichen Ergebnissen. Dazu gehören die Beantwortung rein wissenschaftlicher Fragen sowie Beiträge zu angewandten Fragen beispielsweise im Bereich Naturschutz und -management oder der Umweltpolitik.

3. Alle Teilnehmenden profitieren von der Teilnahme, sowohl die institutionell beschäftigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch die ehrenamtlich Beteiligten. Dazu können Publikationen, Fortbildungen, persönliches Vergnügen oder soziale Interaktionen zählen, aber auch die Befriedigung, wissenschaftlich zu einem größeren Ganzen beigetragen zu haben, auf lokaler, nationaler oder internationaler Ebene, und damit Einfluss auf Politik zu nehmen.

4. Wenn sie möchten, können die Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sich an verschiedenen Phasen im wissenschaftlichen Prozess beteiligen. Das kann die Entwicklung der Forschungsfrage, Ausgestaltung der Methoden, Erhebung und Analyse der Daten sowie die Kommunikation der Ergebnisse umfassen.

5. Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erhalten eine Rückmeldung (Feed-back) vom Projekt. Beispielsweise, wie die Daten genutzt werden und welche wissenschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Ergebnisse das Projekt hat.

6. Citizen Science ist ein Forschungsansatz, der wie andere auch Limitationen und Vorannahmen hat, die berücksichtigt und kontrolliert werden müssen. Im Gegensatz zu mehr traditionellen Forschungsansätzen bietet Citizen Science die Möglichkeit für die Einbindung einer breiteren Öffentlichkeit und deine Demokratisierung von Wissen(schaft).

7. Die Daten und Metadaten aus Citizen Science Projekten werden öffentlich zugänglich gemacht und die Ergebnisse soweit möglich in einem open-access Format publiziert. Das Teilen von Daten kann während oder nach dem Projekt erfolgen, wenn keine Sicherheits- oder Datenschutzaspekte dagegen sprechen.

8. Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern wird Dank und Wertschätzung in den Projektergebnissen und -publikationen ausgesprochen.

9. Die Evaluierung von Citizen Science Programmen erfolgt auf Grundlage der wissenschaftlichen Ergebnisse, der Qualität der Daten, des Mehrwerts für die Beteiligten sowie der breiteren gesellschaftlichen Wirkung.

10. Die Projektverantwortlichen berücksichtigen bei sämtlichen Aktivitäten legale und ethische Aspekte, die Urheberrechte, Rechte des geistigen Eigentums, Datenprotokolle, Vertraulichkeit, Verantwortlichkeiten oder Auswirkungen auf die Umwelt betreffen.

Die Übersetzung ins Deutsche wurde von Dr. Katrin Vohland, Vize-Vorsitzende von ECSA, vorgenommen.

Quelle: European Citizen Science Association, Berlin, 6. Dezember 2015

Citizen Science Projekt: Der Ocean Sampling Day 2016

So geht Wissenschaft – und wir waren dabei! Der Ocean Sampling Day am 21. Juni 2016

Auf zu neuen Ufern! Oder, genauer: Auf zur Küste! Wird ja auch Zeit, schließlich ist 2016/17 das Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane.

Zur Sommersonnenwende am 21. Juni findet seit 2014 jährlich der OceanSamplingDay (OSD) statt. Der OSD ist der weltweite Meeresbeprobungstag, der dazu dient, stetig Daten über die Mikroflora und -fauna zu sammeln und so Veränderungen der Biodiversität und der Wasserqualität zu dokumentieren und Grundlagen für Maßnahmen des Meeres- und Klimaschutzes zu generieren.
In diesem Jahr waren auch Mitglieder unseres Mikroskopier-Clubs „Die Durchblicker“ dabei. Das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen (MPIMM) hatte unter dem Schlagwort „MyOSD“, wie auch schon im letzten Jahr, ein Citizen Science Projekt initiiert, bei dem dieses Mal 1000 interessierten Bürgern SamplingKits zur Beprobung eines Flusses, der in Nord- oder Ostsee mündet oder einer Küstenstelle eines der beiden Meere zur Verfügung gestellt wurden. Also machten wir uns vorab mit der vom MPIMM erhaltenen Ausrüstung vertraut. Unseren Naturwissenschaftlern erschloss sich der Zusammenhang der einzelnen Bestandteile des Kits natürlich deutlich schneller als mir, von Hause aus Geisteswissenschaftlerin. Ich guckte etwas verwirrt auf all die Bestandteile und freute mich über das informative Handbuch. Bücher sind mir vertraut.

Das SamplingKit – sozusagen ein kleines Forschungsköfferchen – enthielt:

das MyOSD Handbuch,
Logsheet, auf deutsch das Tagesprotokollblatt zum Ausfüllen,
Einmal-Handschuhe, damit nicht die Bakterien von meiner Hand miterfasst werden,
2 50ml Röhrchen,
1 Thermometer zur Messung der Temperatur der Wasserprobe,
2 pH Streifen (für die Flussbeprobung),
15ml Röhrchen zur späteren Salzgehaltmessung (Wasserprobe des Wassers, dessen Mikroorganismen in den Sterivexfiltern gesammelt werden),
15ml Röhrchen Ethanol zum Desinfizieren des Probenbehälters,
2 Röhrchen RNAlater,
BluTack zur Versiegelung,
1 kleine Spritze,
2 große Spritzen,
2 Sterivexfilter zur eigentlichen Beprobung,
Aufkleber mit MyOSD Nummer und Plastikbeutel, in dem alle Probenbestandteile verpackt und eingeschickt werden sollten.
Über ein Videotutorial wurde Schritt für Schritt das Vorgehen bei der Beprobung erklärt. Selbst ich, eigentlich glücklich mit dem Handbuch, verstand diese Anleitung. Hintergrund des Vorgehens ist die Tatsache, dass gewisse Abschnitte der Erbsubstanz, die bei allen Organismen vorkommen, aber je nach Art charakteristische Unterschiede in ihrer Sequenz aufweisen, dazu verwendet werden können, die in einer Wasserprobe enthaltenen Arten zu bestimmen.

Insofern fühlten wir uns alle gut gerüstet und brachen am 21. Juni 2016 gegen 13:00 Uhr zur Seebrücke auf. Da die Durchblicker durchblicken wollen, hatten wir eine Stelle ausgesucht, an der wir sowohl einen Süßwasserzufluss, als auch die Ostsee selbst beproben konnten. Das eigentliche Sampling gestaltete sich dank der umfangreichen Vorabinformationen recht unproblematisch.

Nachdem wir unsere Proben genommen hatten, wurde mit der Spritze immer wieder das Wasser durch den Sterivex-Filter gejagt. Dessen Poren sind so eng, dass alle Bakterien und größeren Mikroorganismen darin steckenbleiben. Wenn der Filter voll ist, was man an der gelblichen Verfärbung merkt und daran, dass kein Wasser mehr durchgeht, müssen die Mikroorganismen, die in den Sterivex Filtern gesammelt wurden, durch Zugabe der RNAlater-Lösung fixiert werden. Dadurch werden in den Zellen die Ribonukleasen (RNAsen) gehemmt. Diese Enzyme katalysieren die hydrolytische Spaltung der Phosphodiesterbindungen der RNA-Ketten. Deaktiviert man sie, wird der zelluläre Ribonukleinsäure-Zerfall angehalten, und die RNA der Mikroorganismen stabilisiert, respektive sie zum Zeitpunkt der Beprobung chemisch fixiert.

Nachdem wir alle relevanten Umweltdaten aufgezeichnet hatten, schickten wir gemütlich ein bisschen Ostsee aus Mecklenburg nach Bremen. Dort sind insgesamt über 1000 Proben aus Standorten in Deutschland und 39 aus anderen Ländern mit Nord- oder Ostseezugang eingegangen, die nun untersucht werden. Im Rest der Welt wurden an verschiedenen Sammelstellen nochmal Hunderte Proben gesammelt.

Die Analysten vom MPIMM gehen nun wie folgt vor: Zunächst müssen in allen Proben die 16S ribosomalen RNA-Abschnitte der verschiedenen Mikroorganismen identifiziert und sequenziert werden. Dank leistungsstarker Rechner können die so ausgelesenen Gensequenzen bestimmt und anhand einer umfangreichen Datenbank mit den bereits erfassten Sequenzen der Mikroorganismen abgeglichen werden. Aufgezeichnet wird dabei nicht nur welche Organismen an welchen Orten vorkommen, sondern auch in welchen verwandtschaftlichen Beziehungen sie zu einander stehen. Bei 71 Prozent Wasserfläche auf unserem Planeten, in dem 80 Prozent aller Lebewesen zu Hause sind, von denen wiederum die Mikroorganismen die absolute Mehrheit bilden, eine längst überfällige Volkszählung.

Für mich als Geisteswissenschaflerin war der OSD 2016 eine hervorragende Gelegenheit, ein ganz kleines bisschen Molekularbiologie zu verstehen. Immer wieder fasziniert mich der Einblick in das praktische Arbeiten der Naturwissenschaftler, der mir ja auch am Mikrokopiezentrum bei den Durchblicker-Veranstaltungen immer wieder gegeben wird.
Wenn ich daran denke, dass zur Sommersonnenwende überall an den Küsten der Weltmeere von Warnemünde bis Hawaii und von Chile bis Neu Seeland von Forschungsinstituten und Bürgerwissenschaftlern gleichzeitig Proben genommen wurden, und so beinah eine Echtzeitaufnahme unserer Meere erstellt werden kann, begeistern mich die Möglichkeiten, die Citizen-Science-Projekte uns eröffnen ganz besonders.
Im Anschluss haben wir spontan den Plan gefasst, mit unserem Mikroskopiezentrum und einer Gruppe Gleichgesinnter weitermachen zu wollen. Allerdings wollen wir nicht nur die ein wenig abstrakte RNA untersuchen, sondern die gefundenen Mikroorganismen in Bildern festhalten und so einen mikroskopischen Bilderatlas aufbauen, schließlich sind wir ja ein Mikroskopiezentrum!

DIY- und Maker-Projekte

 

Wir wollen Angehörigen sämtlicher Altersstufen die große Welt der Technik näherbringen und sie zu eigenen, kleinen Projekten motivieren. Dank kostengünstiger Mikrocontroller und eines riesigen Spektrums an Mikrosensoren und Kameras bietet sich allen Interessierten die Möglichkeit, Aufbauten und Messgeräte nach eigenen Vorstellungen entstehen zu lassen. Im »Maker Space« können erste Versuche mit Arduino, Raspberry Pi & Co. sowie zugehörigen Kameras und Sensoren aufgebaut, programmiert und getestet werden.

Das Projekt MakerVsVirus IZT im Hub Mecklenburg-Vorpommern

Was sind die Projektziele?

1. Entwicklung, mögliche Verbesserung und Herstellung von einfachen Behelfs-Gesichts-Visieren durch 3D-Druck.
2. Durchführung eines Schülerprojekts zum Erlernen der Programmierung und Herstellung von Behelfs-Gesichts-Visieren und ähnlicher Produkte am 3D-Drucker (Schüler ab Klasse 6).

Das Projekt ist ein Teil der bundesweiten Aktion MakerVsVirus www.makervsvirus.org und wird vom Hub Mecklenburg-Vorpommern betreut.
Das zurzeit hergestellte Modell entspricht prinzipiell dem Standard Prusa RC3 888 (siehe: www.prusaprinters.org/prints/29430-prusa-rc3-r-reduced-888).
Die entstehenden Gesichts-Schutzmasken werden der Rostocker Zentralstelle zur Koordinierung der Verteilung von solchen Visieren (Hub Mecklenburg-Vorpommern, /mvv_hub/rostock_hub-mecklenburg-vorpommern/) unentgeltlich zur Verfügung gestellt, damit sie unentgeltlich an medizinische und ähnliche Einrichtungen nach deren Anforderungslisten verteilt werden.
Spendenmittel und Materialien, die über den eigenen Bedarf an Materialien zur Visierentwicklung und Herstellung hinausgehen, werden an den Hub Mecklenburg-Vorpommern zur Verteilung an die landesweit aktiven Maker weitergegeben.

Die Spendengelder werden ausschließlich und vollständig für diesen Zweck verwendet.
Die Mitarbeiter des Instituts für Zelltechnologie e.V. IZT führen das Projekt ehrenamtlich durch. Dem Institut für Zelltechnologie wird kein finanzieller Vorteil aus dem Projekt erwachsen.

Für Spenden können Zuwendungsbescheinigungen nach § 10b des Einkommensteuergesetzes ausgestellt werden, vorausgesetzt die Spender teilen uns diesen Wunsch, Ihren Namen, Adresse und die Spendenabsicht schriftlich mit.
Falls ausdrücklich gewünscht, können wir die Namen der Spender, ggf. mit Firmenlogo, auf der Projektwebseite des Instituts für Zelltechnologie e.V. IZT veröffentlichen.

Das Projekt wird rein aus Ihren Spenden finanziert.

Spendenkonto:

Institut für Zelltechnologie e.V. IZT

Projekt Maker vs. Virus IZT

IBAN: DE06 1304 0000 0151 1229 03
BIC: COBADEFFXXX

Kontakt:

Frederik Schmatz

makervsvirus.mv@gmail.com

Zum Slack-Channel: #hub-mecklenburg-vorpommern

Wir bieten: Prusa RC3 888

Mikro:MINT – Schülerforschungszentrum Rostock

 

Im ersten Schülerforschungszentrum (SFZ) von Mecklenburg-Vorpommern (gegründet 2018) wird der Blick in mikroskopische Welten durch längerfristige Forschungsarbeiten erlernt. Es werden verschiedene, hochwertige Spezialgeräte genutzt, die im täglich geöffneten Zentrum zur Verfügung stehen. Die Arbeit unter fachlicher Betreuung steht Schüler*innen aller Lehranstalten offen. Interdisziplinäre Schülerforschungsprojekte mit fächerübergreifendem Ansatz in Kleingruppen werden durch ein Team mit langjähriger Expertise in naturwissenschaftlicher Forschung betreut und erforderliche MINT-Kenntnisse vermittelt. Das Themenspektrum reicht von der Erforschung und Dokumentation der Artenvielfalt vom Einzeller bis zur Biotop-Erfassung über die Entwicklung eigener, digitaler und physikalischer Geräte zum Umweltmonitoring bis zur Vermittlung von Digital- und Medienkompetenz.

zum Mikro:MINT-Schülerforschungszentrum

Mikro:MINT – Schülerforschungszentrum Rostock

 

Im ersten Schülerforschungszentrum (SFZ) von Mecklenburg-Vorpommern (gegründet 2018) wird der Blick in mikroskopische Welten durch längerfristige Forschungsarbeiten erlernt. Es werden verschiedene, hochwertige Spezialgeräte genutzt, die im täglich geöffneten Zentrum zur Verfügung stehen. Die Arbeit unter fachlicher Betreuung steht Schüler*innen aller Lehranstalten offen. Interdisziplinäre Schülerforschungsprojekte mit fächerübergreifendem Ansatz in Kleingruppen werden durch ein Team mit langjähriger Expertise in naturwissenschaftlicher Forschung betreut und erforderliche MINT-Kenntnisse vermittelt. Das Themenspektrum reicht von der Erforschung und Dokumentation der Artenvielfalt vom Einzeller bis zur Biotop-Erfassung über die Entwicklung eigener, digitaler und physikalischer Geräte zum Umweltmonitoring bis zur Vermittlung von Digital- und Medienkompetenz.

zum Mikro:MINT-Schülerforschungszentrum

Themen im Mikro:MINT-Schülerforschungszentrum

Alle MINT-Fächer werden interdisziplinär unter der Berücksichtigung der Digitalisierung, Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsaspekten erforscht.

MIKRO:

Mikrocontroller, Mikrosensoren, Mikroskopie

MINT:

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Mathematik:

Datenauswertung und -darstellung, Bewegungsanalysen

Informatik:

Mikroscontroller, Mikrosensoren und Mikroskope programmieren, digitale Bilder und Filme erstellen

Biologie:

unbelebte und belebte Natur entdecken und verstehen

Chemie:

Substanzen aus der Umwelt und Alltag entdecken und damit experimentieren

Physik:

Optik und 20 verschiedene Mikroskopie-Verfahren verstehen und anwenden

Technik:

Funktionsweise von verschiedener Hard- und Software verstehen und selbst entwickeln

Künstlerisches Design:

Natur-Schönheit entdecken und Verfremdung

Jugend forscht: Unterstützung der Projektgruppen

MINT-interessierte SchülerInnen werden in kleinen Gruppen intensiv in einem volldigitalisierten Klassenzimmer bei ihren Forschungsprojekten unterstützt. Dabei können die SchülerInnen nicht nur auf unseren fachlichen Rat und Wissen zugreifen, sondern können unsere Geräte nutzen, wie Mikrocontroller, Mikrosensoren, professionellen Forschungsmikroskope, Kameras, Workstation und PC-Arbeitsplätze, Lötstation, 3D-Drucker und weitere Hightech-Geräte.

Sie können dann selbst spannende interdisziplinäre MINT-Projekte konzipieren und werden bei der Umsetzung, z.B. in Jugend forscht-Projekten, Facharbeiten, Wettbewerben und Schüler-Olympiaden, betreut.

MINT-Schülerforschungsnetzwerk

 

Wie das Schülerforschungszentrum dient auch das seit 2020 durch das Bildungsministerium MV geförderte MINT-Schülerforschungs-Netzwerk (SFN) als Multiplikator der Nachwuchssicherung für Berufe mit den Schwerpunkten Technik, Informatik und Naturwissenschaften. Die von uns entwickelten und erprobten MINT-Projekte werden Schüler*innen aus den Schulen der Region zugänglich gemacht sowie Synergien durch den Austausch von Erfahrungen genutzt.

zum MINT-Schülerforschungsnetzwerk

Beitrag: Bildungsministerium M.-V. fördert das Institut für Zelltechnologie e.V. IZT für die Errichtung eines „MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes“

Unser Angebot zur Nachwuchssicherung für Berufe mit den Schwerpunkten Technik-, Informatik- und Naturwissenschaften, soll durch eine neue Förderung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgebaut und die MINT-Bildung der SchülerInnen durch die Errichtung eines MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes auf zusätzliche Schulen erweitert werden.

Ausgangspunkt des „MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes“ ist das „Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock“, in dem bereits seit über zwei Jahren SchülerInnen Einblicke in die naturwissenschaftlich-technischen Forschungsprozesse erhalten. „MINT“ umfasst die Themengebiete der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Schülerforschungszentren sind Ermöglichungsorte, in denen Forschung erlebbar gemacht wird und die SchülerInnen die Möglichkeit erhalten selbstständig eigene Forschungsprojekte durchzuführen. Dabei vermitteln die Forschungsprojekte nicht nur Kenntnisse und Techniken aus den MINT-Fächern, sondern die SchülerInnen nutzen diese, um praktische und interdisziplinäre Themen zu aktuellen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen zu bearbeiten.

Die SchülerInnen arbeiten an Projekten ihres Interesses, die vom Regelschulbetrieb nicht abgedeckt werden. Dabei werden sie fachkundig unterstützt, begleitet und können mit ihren Projekten an Wettbewerben teilnehmen. Dennoch lernen sie, dass der Unterrichtsstoff praktisch angewandt und in anderem Zusammenhang oft neue Bedeutung gewinnt.

Das „Mikro-MINT: Schülerforschungszentrums Rostock“ entstand durch die Kooperation des Instituts für Zelltechnologie e.V. IZT und der CJD Christophorusschule Rostock mit Unterstützung durch das staatliche Schulamt Rostock. Die Bereitstellung der Geräte durch das Institut für Zelltechnologie e.V. IZT ermöglicht es den jungen ForscherInnen in einem voll digitalisierten Umfeld und in einem realen Forschungslabor mit Forschungsmikroskopen, Mikrocontrollern, Kamerastationen und vielen weiteren modernen Geräten im „Mikro-MINT: Schülerforschungszentrum Rostock“ in der CJD Christophorus­schule zu arbeiten. Zur Nutzung von Synergien haben wir Kooperationen mit einzelnen Schulen und verschiedenen außerschulischen Lernorten aufgebaut, die wir jetzt erweitern können.

Die von uns betreuten und mitbetreuten Schülerinnen konnten allein in diesem Jahr vor allem mit Ihren Umwelt-Projekten zahlreiche Preise in Schülerforschungs-Wettbewerben gewinnen. Diese Synergien wollen wir nun mit der Errichtung des MINT-Schülerforschungs-Netzwerkes durch Einbeziehung weiterer Schulen, Schülerforschungslaboren und Forschungsinstituten ausbauen, um sowohl mehr SchülerInnen optimal fördern als auch mehr Themen- und Interessengebiete anbieten zu können. Wir bedanken uns beim Bildungs-Ministerium für die Verstärkung unserer MINT-Arbeit durch eine vorerst dreijährige Förderung unseres Teams.

zum Beitrag

Unsere Mitarbeiter*innen

 

Das Team des Instituts für Zelltechnologie kommt aus den Bereichen Biologie und Informatik. Wir haben in vielen Jahren Forschung auf universitärer Ebene betrieben, eine Vielzahl an Projekten durchgeführt und Interessierte über Nachhaltigkeit und Umweltbildung aufgeklärt.

Derzeit arbeiten am Institut für Zelltechnologie folgende Mitarbeiter*innen:

Thomas Borowitz

 

  • Informatikstudium an der Universität Rostock: 7 Fachsemester Diplom Informatik
  • Ausbildung und Abschluss als Medizin-Dokumentar
  • freiberuflicher Programmierer
  • Schwerpunkte: Mikrocontroller: Design, Realisierung und Programmierung, Hard- und Software; CAD und 3D-Druck: Design & Realisierung; Betriebssysteme: Rechner-Konfiguration, Datenbankmanagementsystem, virtuelle Netzwerke, Netz-Sicherheit, Speicherverwaltung, IT-Forensik; Bild- und Film-Verarbeitung: Makro und Mikro, Video-Schnitt, Bearbeitung, Live-Editing, Webseiten (Programmierung und Optimierung), App-Programmierung; Lichtmikroskopie: 10 Jahre Erfahrung, Analoge und Digitale Mikroskopie, Gerätetechnik, Gerätekonfiguration, Applikation
  • Durchführung von Mikroskopie-Kursen an der Universität Rostock und der Betreuung von Schülergruppen
  • Vorstandsmitglied des IZT e.V.
  • Mitglied des ZLWWG

Lisa-Madeleine Sklarz M.Sc.

 

  • Bachelor in „Biowissenschaften“
  • Master of Science M.Sc. „Mikrobiologie & Biochemie“ an der Math.-Naturwiss. Fakultät der Universität Rostock
  • Bachelor-, Master- und Doktorarbeit im Bereich der medizinischen Forschung (Hämato-Onkologie) an der Universitätsmedizin Rostock („AG Leukämie“, Prof. Dr. Junghanss)
  • Großes Mikroskopie-Praktikum der Universität Rostock (Prof. Weiss)
  • seit 2012 Erfahrung in Mikroskopie, Zell- und Molekularbiologie
  • Mitarbeit in BMBF-Projekt
  • Kenntnisse und Methoden: Zellkultur, Fluoreszenzmikroskopie, Molekularbiologie (DNA- und RNA-Isolation, PCR, Next-Generation Sequencing ), Viabilitätsassays, Durchflusszytometrie, Datenverarbeitung und –darstellung

Lisa-Madeleine Sklarz M.Sc.

 

  • Bachelor in „Biowissenschaften“
  • Master of Science M.Sc. „Mikrobiologie & Biochemie“ an der Math.-Naturwiss. Fakultät der Universität Rostock
  • Bachelor-, Master- und Doktorarbeit im Bereich der medizinischen Forschung (Hämato-Onkologie) an der Universitätsmedizin Rostock („AG Leukämie“, Prof. Dr. Junghanss)
  • Großes Mikroskopie-Praktikum der Universität Rostock (Prof. Weiss)
  • seit 2012 Erfahrung in Mikroskopie, Zell- und Molekularbiologie
  • Mitarbeit in BMBF-Projekt
  • Kenntnisse und Methoden: Zellkultur, Fluoreszenzmikroskopie, Molekularbiologie (DNA- und RNA-Isolation, PCR, Next-Generation Sequencing ), Viabilitätsassays, Durchflusszytometrie, Datenverarbeitung und –darstellung

Dr. rer. nat. Felix Quade

 

  • Diplom-Biologiestudium an der Universität Rostock mit Zoologie als Hauptfach und Tierphysiologie, Tiergenetik und Medizinischer Parasitologie als Nebenfächer.
    Promotion in der Entwicklungsbiologie über den Kopulationsapparat von männlichen Spinnen an der Universität Göttingen, Postdoc an der Universität Gießen. 
  • Seit 2011 Erfahrung in der Lichtmikroskopie, mit Vertiefung in 3D-Mikroskopie, hochauflösender 3D-Röntgenmikroskopie (µCT) und Konfokaler-Laser-Scanning-Mikroskopie. 5 Jahre Verantwortlicher in den Lichtmikroskopischen Einrichtungen der Entwicklungsbiologie der Universitäten Göttingen und Gießen. In dieser Rolle Leitung einführender Kurse in moderne Lichtmikroskopie. Wissenschaftskommunikation für Kinder.
  • Erfahrung in der Fischereibiologie der Ostsee durch mehrwöchige Fangreisen auf der Solea und Clupea, hierdurch hervorragende Artenkenntnis der Ostseefische.
  • Hobbyaquarianer, Hobbygärtner, Angler und technikbegeistert. 

Prof. Dr. rer. nat. Dieter G. Weiss

 

  • Gründer und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Zelltechnologie IZT e.V. (28.10.1996)
  • Vorstandsmitglied des Zentrums für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte (ZLWWG) an der Universität Rostock
  • von 1993 bis 2011 Professor für Tierphysiologie (Universität Rostock)
  • Studium und Promotion zum Dr. rer. nat. in Zoologie an der Fakultät für Biologie, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 25 Jahre Erfahrung in Freilandzoologie, Zell- und Neurobiologie sowie in der Durchführung von Mikroskopiekursen
  • Betreuung von zwei Schülerlaboren
  • Spezialgebiete: Zoologie, Zellbiologie, Extrem-Mikroskopie

Prof. Dr. rer. nat. Dieter G. Weiss

 

  • Gründer und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Zelltechnologie IZT e.V. (28.10.1996)
  • Vorstandsmitglied des Zentrums für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte (ZLWWG) an der Universität Rostock
  • von 1993 bis 2011 Professor für Tierphysiologie (Universität Rostock)
  • Studium und Promotion zum Dr. rer. nat. in Zoologie an der Fakultät für Biologie, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 25 Jahre Erfahrung in Freilandzoologie, Zell- und Neurobiologie sowie in der Durchführung von Mikroskopiekursen
  • Betreuung von zwei Schülerlaboren
  • Spezialgebiete: Zoologie, Zellbiologie, Extrem-Mikroskopie

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Institut für Zelltechnologie e.V. IZT
Prof. Dr. Dieter G. Weiss
Blücherstraße 63, 18055 Rostock

info@zelltechnologie.com
www.zelltechnologie.com

Mikro:MINT – Schülerforschungszentrum

c/o CJD Christophorusschule Rostock
Groß Schwaßer Weg 11, 18057 Rostock
+49 1511 033 8963

info@sfz-rostock.de
www.sfz-rostock.de
Schülerforschungs-Netzwerk: www.sfn-mv.de

Spendenkonto

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IBAN: DE54 1305 0000 0201 1383 87
BIC: NOLADE21ROS
Verwendungszweck: Spende